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Frauenklinik

Stillen

Stillen, Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim, Frauenklinik

Unsere Still- und Laktationseraterinnen, kurz IBCL (International Board Certified Lactation Consultant) stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um das Abgeben von Milch oder das Stillen selbst geht. Gerne geben sie Ihnen hilfreiche Tipps und Anleitungen rund um das Stillthema und unterstütze Sie auch bei schwierigen Stillproblemen.

Ihr Zertifikat ist als internationaler Qualitätsstandard der weltweit von nationalen Berufsverbänden anerkannt.

Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen, Ihre individuellen Stillpraktiken herauszufinden und zu verbessern. Denn mit dem Stillen schaffen Sie sich die Möglichkeit, die innige Beziehung, die in der Schwangerschaft zu Ihrem Baby gewachsen ist, auf einzigartige Weise fortzuführen.

Still-Vorbereitung

Informieren Sie sich über das Stillen und die Ernährung Ihres Kindes bereits frühzeitig in einem unserer Geburtsvorbereitungskurse und im Geburtsgespräch. Ihre Brust an sich benötigt keine spezielle Vorbereitung, da in der Schwangerschaft genügend Brustdrüsengewebe für die Milchproduktion zugebildet wurde.  Mit jeder  Brustgröße und Beschaffenheit der Brustwarze kann gestillt werden. Es kann sich als hilfreich erweisen, den Milchspenderreflex durch eine Brustmassage zu lösen, hierbei erhalten Sie Unterstützung unseres geschulten Personals. So kann beispielsweise Milch abgepumpt werden oder das Kind erhält schneller Muttermilch. Die Anleitung zur Brustmassage illustrieret Ihnen die einzelnen Schritte. Probieren Sie es gerne aus!

Hier gelangen Sie zur Anleitung für die Brustmassage.

Stillprozess

Bonding

Der erste Haut-zu-Haut-Kontakt, das erste Anlegen sollte möglichst innerhalb der ersten Lebensstunden erfolgen. Somit wird ein optimaler Stillbeginn erzielt. Ihr Baby wird erst dann gewogen, gemessen und eventuell gebadet, nachdem es Ihre Brust gesucht und gefunden hat. So erhält Ihr Kind die wertvolle Erstmilch.

Stillzeichen

Ein Kind, was bereit ist gestillt zu werden, erkennen Sie an den sogenannten Stillzeichen:

  • Schmatzen
  • Lecken
  • Saugen am Händchen

Reagieren Sie rechtzeitig auf die Signale Ihres Kindes, so bleibt ausreichend Zeit, sich auf die Stillmahlzeit vorzubereiten.

Korrektes Anlegen

  • Führen Sie Ihr Kind zur Brust - nicht umgekehrt!  
  • Berühren Sie mit der Brustwarze vorsichtig die Mund- und Wangenregion des Kindes, um den Suchreflex auszulösen.
  • Öffnet das Kind den Mund weit, lassen Sie es andocken, indem Sie es mit einer zügigen Bewegung zur Brust bringen.
  • Der Mund des Babys ist dann voll Brust und die Ober- und Unterlippe nach außen gestülpt.
  • Ihre Brust halten Sie mit dem sogenannten C-Griff d.h. die Finger liegen flach an der Unterseite der Brust hinter dem Warzenhof, der Daumen liegt locker oberhalb der Brustwarze auf der Brust, ohne diese zusammenzudrücken.

Andocken

Keine Angst, Ihr Kind erhält genug Luft zum Atmen, Sie brauchen das Brustgewebe im Nasenbereich nicht wegzudrücken. Ziehen Sie den Po des Kindes einfach mehr zu sich hin, dann weicht das Gesicht es Kindes etwas von der Brust zurück. Während der gesamten Mahlzeit berühren Babys Nase und Kinnspitze die Brust, der Mund ist weit geöffnet und die Lippen sind nach außen gestülpt.

Platz zum Stillen

Suchen Sie sich einen Ort zum Stillen, der gemütlich und bequem ist, eine angenehme Temperatur hat und über genügend Kissen für die verschiedenen Stillpositionen verfügt.

Stillpositionen

Stillen im Liegen

Diese Position bietet sich besonders gut in den ersten Tagen nach der Geburt an. Legen Sie sich auf die Seite und achten Sie darauf, dass eine ausreichende Anzahl von Kissen griffbereit ist. Die Kissen werden zum Abstützen Ihres Kopf-Schulter-Bereichs benötigt, zur Entlastung zwischen den Knien, um den Körper des Babys abzustützen und um eventuell unterschiedliche Höhen auszugleichen. Das Kind liegt auf der Seite Ihnen ganz zugewandt. (Bauch an Bauch) Ohr-Schulter Hüfte bilden eine Linie, die Brustwarze befindet sich auf Nasenhöhe.  

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Rückenhaltung

Legen Sie zwei Kissen oder ein Stillkissen auf Ihren Schoß und die Seite, an der Sie anlegen wollen. Auf den seitlichen Teil des Stillkissens legen Sie Ihr Kind, so dass sein Bauch Ihrer Hüfte zugewandt ist. Die Brustwarze befindet sich auch hier in Nasenhöhe. Ihre Hand kann den Kopf des Kindes unterstützen, Ihr Unterarm seinen Rücken. Die Beine Ihres Kindes können hinten nach oben gelegt werden. Helfen Sie dem Baby, die Brust zu erfassen, und lehnen Sie sich dann entspannt mit gut abgestütztem Unterarm zurück.

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Wiegehaltung

Setzten Sie sich mit gut gestütztem Rücken und gut gestützten Armen  bequem hin. Auf ihrem Schoß liegt ein Stillkissen, Kissen oder eine Decke, so dass sich die Nase Ihres Kindes auf Brustwarzenhöhe befindet. Bauch an Bauch, Ohr/Schulter-Hüfte ergeben eine Linie. Der Kopf des Kindes liegt in Ihrer Ellenbeuge, Ihr Unterarm stützt seinen Rücken. Ihre Hand hält den Po oder den Oberschenkel Ihres Kindes. Der untere Arm des Babys liegt um Ihre Taille.   

Bitte wechseln Sie die Stillposition häufig. Je nach Haltung leert das Baby nämlich bestimmte Regionen der Brustdrüse besonders effektiv, was Milchstaus verhindert, die Milchproduktion anregt und hilft, wunde Brustwarzen zu vermieden.

Tipps

Stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf
Wecken Sie Ihr Kind, wenn es lange nicht getrunken hat oder wenn Ihre Brust schmerzt oder spannt. In der Regel benötigt ein Kind 8 bis 12 Stillmahlzeiten oder mehr in 24 Stunden. Während manche Säuglinge Tag und Nacht alle 2 bis 3 Stunden gestillt werden möchten, fordern andere häufige Mahlzeiten hintereinander, etwa stündlich 4 bis 6 mal, gefolgt von einer längeren Ruhepause ein.

Weckmaßnahmen können sein:

  • Das Kind hochnehmen und ansprechen
  • Vorsichtiges Streicheln und Massieren
  • Das Kund ausziehen
  • Das Kind wickeln
     

Lassen Sie ihr Kind so lange trinken, wie es mag!
Nach ein paar Tagen haben Sie gelernt, zwischen Nuckeln und effektiven Saugen zu unterscheiden. Anzeichen für richtiges Trinken:

  • Ohrenwackeln
  • Deutliche Bewegung der Wangenmuskulatur
  • Deutliche Bewegung des Kiefers
  • Ausdauerndes rhythmisches Saug-Schluck-Muster mit gelegentlichen Pausen
  • Hörbares Schlucken
  • Entspannte Arme und Hände   
  • Muttermilchfeuchter Mund

Wangengrübchen, wie beim Strohhalmsaugen deuten auf nicht korrektes Erfassen der Brust hin. Zum Lösen des Kindes schieben Sie einen Finger in seinen Mundwinkel (Aufhebung des Vakuums).

 

Hier gelangen Sie zu Stillgruppen und zu Leseempfehlungen.