Bild Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim, Klinik für Innere Medizin 3, shisharauchendes Mädchen
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Klinik für Innere Medizin 3 (Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin)

Pfeif drauf

Das klassische Zigarettenrauchen ist „out“. Insbesondere steigt erfreulicherweise der Anteil der Nicht-Raucher unter den Jugendlichen gleichzeitig erfreuen sich aber E-Zigaretten und Shisha-Wasserpfeifen großer Beliebtheit – vor allem bei Jugendlichen. Shisha-Bars locken mit Geschmacksrichtungen wie Kokos, oder Himbeere gezielt junge Menschen an. Die Aromen werden dem Tabak zugesetzt und machen ihn damit schmackhafter. Dabei sind hier Substanzen zu finden, die der Gesundheit schaden können: Nikotin, Blei, Teer oder sogar Nickel.

Mit unserer Kampagne „Pfeif drauf!“ möchten wir bei jungen Menschen Aufklärung betreiben und über die gesundheitlichen Risiken des Shisha-Rauchens informieren. Dazu geben wir Schulklassen die Möglichkeit, sich entweder bei uns im Klinikum oder direkt in der Klasse von Medizin-Experten erklären zu lassen, was Shisha-Rauchen im Körper auslösen kann. Lehrkräfte oder die Schulleitung können sich gerne melden, wenn das Thema für sie und ihre Klassen von Interesse ist.

  • Die Vorträge dauern etwa 60-90 Minuten.
  • Die Veranstaltung ist kostenlos.
  • Bis zu 120 Plätze pro Termin im Klinikum

Die Shisha

Was ist eine Shisha?

  • Die Shisha ist eine Wasserpfeife mit Ursprung in Indien und Afrika.
  • Mittlerweile ist sie weltweit verbreitet.
  • Ursprünglich wurden damit Heilkräutern und Rauschmitteln konsumiert.
  • Andere Bezeichnungen: Nagrileh, Blubber.

Was raucht man in einer Shisha?

  • Üblicherweise Fruchttabake mit z.B. Apfel-, Erdbeer-, Minz-, Kirsch- oder Rosenaroma
  • Grundsubstanz (Melasse) ist eine Mischung aus Tabakblättern und Zusätzen aus Zuckerrohr

Wie schädlich ist es, Shisha zu rauchen?

  • Fruchttabake sind in erster Linie Tabak, dessen Rauch über 4000 Bestandteile enthält, von denen 69 als krebsauslösend gelten
  • Dämpfe der Kohle enthalten Kohlenmonoxid
  • Durch die Wasserkühlung kann der Rauch noch tiefer inhaliert werden
  • Shisha wird seltener geraucht, dafür länger
  • Durch die gemeinsame Nutzung des Schlauchs besteht die Gefahr der Übertragung von Tuberkulose, Hepatitis oder Herpes

Macht Shisha-Rauchen abhängig?

Auch im Shishatabak ist Nikotin enthalten. Die psychoaktive Substanz führt extrem schnell zur körperlichen Abhängigkeit. Der Nikotingehalt des Fruchttabaks ist zwar niedriger als der von Zigaretten, aber durch tieferes Inhalieren und längeres Rauchen entsteht eine höhere Nikotinkonzentration im Blut und somit eine höhere Suchtgefahr. Folglich wird beim Rauchen einer Shisha mehr Nikotin aufgenommen als beim herkömmlichen Rauchen. Wer gelegentlich (etwa alle vier Tage) Shisha raucht, führt seinem Körper dieselbe Nikotinmenge zu, wie beim Rauchen von zwei Zigaretten am Tag.

Shisha und Zigarette im Vergleich

  • Die aufgenommene Menge einer Shisha-Session ist mit 10 Zigaretten vergleichbar. Diese Annahme beruht auf der Messung des Nikotinmetaboliten Cotinin im Urin.
  • Das Rauchvolumen entspricht sogar 100 Zigaretten.
  • In einer Shisha sind mehr Schadstoffe enthalten als in einer Zigarette: Hier befindet sich eine rund 46-fach höhere Konzentration an krebserregenden Stoffen.

Ihre Ansprechpartner

Sollten Sie Fragen zu unserer Info-Aktion „Pfeif drauf!“ haben oder einen Termin mit Ihrer Klasse vereinbaren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Klinik für Innere Medizin 3
Anette Kroll
Tel. 07321 489-3901
E-Mail: innere3@siloah.de

Dr. med. Thushira Weerawarna

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Dr. med. Thushira Weerawarna
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3